Fussballverband Region Zürich

Mit der «Fairplay-Bande» für mehr Fairplay auf dem Rasen!

In Zusammenarbeit mit der Suva setzt sich der Schweizerische Fussballverband seit Jahren für einen faireren Umgang auf und neben dem Fussballplatz ein.

Die fünf neu geschaffenen Fairplay-Regeln sollen dazu beitragen, dass die schönste Nebensache der Welt noch fairer und dadurch attraktiver gespielt wird. Die fünf neuen Fairplay-Regeln, die auf jeden Platz gehören, können dazu einen wertvollen Beitrag leisten. Damit das auch gelingt, bietet der SFV den Vereinen die Möglichkeit, die neugestaltete «Fairplay-Bande» kostenlos zu beziehen. Auf ihr werden explizit auf die fünf neuen Fairplay-Regeln hingewiesen.

Der Schweizerische Fussballverband ruft die Vereine dazu auf, die «Fairplay-Bande» zu bestellen, diese prominent auf ihrem Fussballplatz aufzuhängen, um ein Zeichen zu setzen, dass auf ihrem Platz Fairplay angesagt ist.

Die Fairplay-Bande kann online auf www.football.ch/fairplay-bande bestellt werden.

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Abstriche bei den Ansprüchen

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

Gibts Schöneres im Sport, als in einem Team Gemeinsames zu erleben? Miteinander trainieren, spielen, fokussieren, eins oder zwei oder drei trinken, diskutieren, mutmassen, realisieren – und was da sonst noch im Zusammen anfällt. Wenn Menschen mit all ihren Individualitäten und Charakteren eine möglichst funktionierende Einheit bilden soll(t)en, ist allein dies schon eine Herausforderung. Im Sport lassen sich Ziele deklarieren und während einer Saison daran arbeiten, sie lebendig-permanent anzupeilen oder aber mit geringfügigen bis starken Korrekturen zu versehen.

Die Saisons in den Regionalverbänden neigen sich in Richtung deren Ende. Vieles wurde oder wird noch erreicht, mindestens in der Summe ähnlich wird oder wurde verpasst. Oft tun sich kleine oder grössere Kluften auf zwischen Ansprüchen und Abstrichen. Gerade diese «Gräben» gehören mit zur Herausforderung Teamsport. Der faszinierende Fehlersport Fussball zeigt seine Stärke auf dem Feld in möglichst vielen gewonnenen Spielen. Umgekehrt wird ein Team dann gefordert, wenns Enttäuschungen gibt, Spiele verloren gehen, obwohl man sie eigentlich hätte gewinnen müssen. Wenns in der Rangliste abwärts geht, hat niemand was zu lachen.

Dann zählt Menschliches. Komisch ist: Obwohl jedes Individuum ein Leben lang einen Menschen kennen sollte – sich selbst – scheint eine objektive Selbsteinschätzung etwas vom Schwierigsten. Auf eine Mannschaft summiert, kommt eher selten vor, dass ein Team einen zu Saisonbeginn prognostizierten Rang erreicht. In der Mehrheit der Fälle dürfte die Voraussage zu hoch gegriffen worden sein.

Na und? Doch nicht so gut wie gedacht? Abstiegsplatz statt «sicheres Mittelfeld»? Kennt jemand einen Alpinisten, der immer nur die Berge hochklettert und nie einen symbolischen wie konkreten Abstieg macht? Er weiss, dass beides dazu gehört. Nirgendwo gehts immer nur «obsi»; kein Team kommt während einer Saison ohne kürzere oder längere Flauten aus. Wer im Breiten-/Amateurfussball daraus ein Problem macht – der hat ein Problem.

Auch wenn dies in der allgemeinen Wahrnehmung zwischen unbekannt bis fast widersinnig erscheint: Der Fussball spielt Menschen. Es war noch nie umgekehrt.